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DGB-Europa-Frühstück 25.05.2014

Die Deutsch-Griechische Gesellschaft (DGG) zu Lübeck und der DGB Schleswig-Holstein Südost haben ein Forumsfrühstück zum Thema „Europa 2014! …Wie steht es um den europäischen Süden?“organsiert. Die 30 Gäste haben sich mit den Grundsatzfragen „Wo wollen wir mit Europa hin? Welche Werte sind uns wichtig?“ intensiv beschäftigt.

 

Die Vorführung des Filmes „MS Europa“ machte deutlich, wie schwierig die Lage in vielen Ländern in Europa ist. Auch für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in manchen Branchen und Arbeitsverhältnissen in Deutschland ist die Lage prekär.

 

Herr Dr. Jens-Uwe Hagenah (Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats bei der Dräger AG) hat anschaulich über die drei Mythen „Markt, Kredit und Volkswirtschaft“ aufgeklärt. Er hat deutlich gemacht, was geschieht, wenn man sich drauf verlässt, dass die Märkte es schon regeln werden. Er hat auch die unterschiedlichen Aspekte zwischen „Kredit und Schuld“ dargestellt, wie raffiniert dies vertauscht und eingesetzt wird. Letztendlich aufgezeigt, dass Modelle oft theoretisch in der Volkswirtschaft funktionieren aber dafür nicht in der Realität.

 

Frau Dr. Sigrid Skarpelis-Sperk (Präsidentin der Vereinigung aller DGG in Deutschland) fokussierte dann auf die Position "Griechenland: so geht Europa nicht". Dabei ging es nicht darum, Verfehlungen in Griechenland und der griechischen politischen Klasse zu relativieren, sondern aufzuzeigen, was so alles zur dramatischen Lage mitgespielt hat. Sie hat auch die Doppelmoral der politischen Klasse außerhalb Griechenlands dargestellt. Auch, dass oft vieles in den Medien behauptet wurde, was nicht repräsentativ war, nicht zutreffend für die Realität war. Mit Fakten hat sie dargelegt, dass z.B. die BILD-Zeitung eine negative Kampagne gefahren hat, welche nicht belastbar, nicht zu begründen war. Dabei ist der griechisch-stämmige Teil der Bevölkerung in Deutschland ohne Anlass belastet worden und in die Ecke der öffentlichen Meinung getrieben worden. Sie hat auch die katastrophale Flüchtlingspolitik Europas angesprochen, welche mit Humanität wenig zu tun hat, hier besteht dringender Bedarf einer Korrektur.

 

Alle waren sich einig, dass das Projekt „gemeinsames Europa“ uns Jahrzehnte des Friedens und der politischen Stabilität bescherte. Manche Länder haben davon wirtschaftlich besonders profitiert, dazu zählt Deutschland. Andere Länder haben massive Probleme in den letzten Jahren, die Menschen dort mussten mit enormen Herausforderungen klar kommen. Dort sind Frauen und Männer, Junge und Alte, Erwerbstätige und Arbeitslose massenhaft auf die Straßen gegangen, und das zu Recht. Griechenland ist eines davon, gleichzeitig hat es im 1. Halbjahr 2014 die EU-Präsidentschaft innen. Andreas Sankewitz vom DGB und Spyridon Aslanidis der DGG zu Lübeck haben alsFazit festgehalten: Europa geht nicht gegeneinander, sondern miteinander. Jede und jeder sollte sich dafür einsetzen - auch indem man am 25. Mai 2014 wählen geht.

 

Im Bild v.l.n.r.: Aslanidis, Dr. Hagenah, Dr. Skarpelis-Sperk und Sankewitz.

Achtung neue E-Mail Adresse

>dggzuluebeck(at)mail.de<

 

 

Die Deutsch-Griechische Gesellschaft (DGG) zu Lübeck feierte das Anschneiden des Neujahrskuchen („Κοπή της Βασιλόπιτας“) 2020
im Haus der Kulturen in Lübeck.
Eine alte sympathische Tradition. Ein paar Tage davor wurde es auch in Hamburg und Kiel von der jeweils dortigen DGG gefeiert.

 

Das hat im Kreis von ca. 50 Freundinnen und Freunden großen Spaß
gemacht! Es gab  griechische Livemusik (Gesang, Gitarre, Klavier)
von Volksliedern bis griechischen Klassikern zum traditionellen Gebäck.
Die Gäste bedankten sich für den schönen Abend mit andauerndem
Applaus bei dem jungen Musik-Trio „Ja Sou Ellas!“.

 

 Im Foto (v.l.n.r.): Dimitrios Kelenis (Gitarre), Maria Dorou (Gesang),
 Spyridon Aslanidis und Dimitris Plaiogiannis (Klavier).

 

Der Vorstand der DGG will in diesem Jahr,
75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges,
den Frieden und die Demokratie in Europa thematisieren,
Vorträge und Diskussionsrunden organisieren, die vorhandene Historische Intelligenz zum Nutzen machen.
„Es gibt bestimmte Entwicklungen, die sind besorgniserregend.
Wir wollen einen Beitrag leisten, dass es nicht wieder zu den katastrophalen Ereignissen von damals kommt», betonte der Vorsitzender Spyridon Aslanidis. „Jede und jeder sollte was tun, bevor es zu spät ist.“

 

Liebe Griechenlandfreunde,

Über die deutsche Besatzung Griechenlands während des Zweiten Weltkriegs (1941-1944) ist sowohl der deutschen als auch einem großen Teil der griechischen Öffentlichkeit sehr wenig bekannt. Und das obwohl allein im ersten Winter der Besatzung über 100.000 Menschen dem Hungertod zum Opfer fielen. Weitere 60.000 jüdische Griechen wurden deportiert und ermordet. Annähernd 50.000 Menschen verloren im Widerstand und durch Vernichtungsaktionen ihr Leben. Fast 800 griechische Dörfer und Kleinstädte wurden zerstört.

Um diese Lücke zu füllen hat die Freie Universität Berlin ein Projekt entwickelt, das die Erinnerungen an die deutsche Okkupation Griechenlands in Form eines digitalen Zeitzeugenarchivs dokumentiert und sie der griechischen und der  deutschen Öffentlichkeit, vor allem aber den Schulen in Deutschland und Griechenland zur Verfügung stellt.

Auf Einladung der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Hamburg wird ein FU-Team unter der Leitung von Prof. Nicolas Apostolopoulos am 26.Februar um 19:00 Uhr in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg dieses für unsere beiden Länder sehr wichtige Projekt vorstellen und die dazugehörigen Lehrmaterialien für den Schulunterricht demonstrieren.

Anmeldung unter: vorstand@dgg-hamburg.de